Radfahren in der Niederlausitz

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Streckenvorschlag für 8 Tagesetappen

Reisen mit Pückler - 60 km

Cottbus/Branitz - Forst (L.) - Bad Muskau
Die Tagesetappe steht ganz im Zeichen des Schaffens des Fürsten Pückler: Sie beginnt im Branitzer und endet im Muskauer Park. Dazwischen liegen vom Tagebau berührte Orte, die alte Tuchmacherstadt Forst (L.) und der Muskauer Faltenbogens.

Der Muskauer Faltenbogen - 48 km

Bad Muskau - Kromlau - Schleife - Spremberg
Der eiszeitliche Gletscher, der den Muskauer Faltenbogen erschaffen hat, übte so gewaltigen Druck aus, dass die unter ihm lagernden Schichten stark zusammengepresst und dann als "Falten" aufgeworfen wurden. Die Region bietet vor allem landschaftliche Reize wie bewaldete Höhenzüge, Niederungen und Seen.

Das Lausitzer Seenland - 72 km

Spremberg - Senftenberg - Lauchhammer
Im Zuge der Braunkohlesanierung entsteht in der Lausitz eine völlig neue Landschaft. Die nach dem Kohleabbau zurückbleibenden Restlöcher werden zu einer Wasserlandschaft von ca. 14.000 Hektar Fläche (größer als die Mecklenburgische Seenplatte) gestaltet. Im Kernbereich entsteht eine durch schiffbare Kanäle verbundene Seenlandschaft, mit ca. 7.000 Hektar Wasserfläche.

Denkmale der Industriekultur - 61 km

Lauchhammer - Plessa - Elsterwerda - Bad Liebenwerda - Doberlug-Kirchhain
Die Radtour führt neben Industriedenkmalen auch durch den Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft. Die hier beheimateten Traubeneichenbestände, Heideflächen und Silbergrasfluren sind ökologisch besonders wertvoll. Seltene Tierarten wie Weißstorch, Auerhuhn, Baumfalke und Kranich finden hier Lebensraum.

Zu den IBA-Terrassen - 44 km

Doberlug-Kirchhain - Lichterfeld/F60 - Sallgast - Großräschen
Auf dem Weg zum IBA-Zentrum in Großräschen wird auf ganz verschiedene Weise deutlich, wie der Braunkohletagebau in die Landschaft und das soziale Gefüge der Region eingegriffen hat. Man kommt vorbei an durch den Tagebau fast zerstörten historischen Dörfern und Parkanlagen, durch seinerzeit für Energiearbeiter errichtete Siedlungen oder sieht die beeindruckende Abraumförderbrücke F60.

Kunst und Landschaft - 90 km

Großräschen - Pritzen - Altdöbern - Fürstlich Drehna - Luckau
Diese Radtour ist geprägt von landschaftlichen Kontrasten. Neu geschüttetes Land grenzt an alte Kulturlandschaften. Immer wieder stößt man auf Kunstwerke, die wie zufällig in den rekultivierten Arealen stehen und Kontrast zwischen Natürlichkeit und Künstlichkeit noch erhöhen.

Zum Spreewald - 63 km

Luckau - Calau - Raddusch - Burg
Durch die Calauer Schweiz geht es in den Spreewald. Das über hunderte Kilometer in sich verzweigte Wasserwegenetz war ursprünglich von Wald bedeckt und noch immer ist der Kahn das günstigste und manchmal einzige nutzbare Fortbewegungsmittel. Die zweisprachigen Orts- und Straßennamen deuten darauf hin, dass der Spreewald zum Siedlungsgebiet der Sorben/Wenden gehört.

Nach Cottbus - 52 km

Burg - Peitz - Cottbus
Der Spree folgend nähert man sich dem Ausgangspunkt des Radweges. Die liebliche Landschaft bietet bald die ersten Kontraste, wenn hinter den Peitzer Teichen das Kraftwerk Jänschwalde sichtbar wird. Cottbus selbst als größte Stadt der Lausitz ist reich an Sehenswürdigkeiten aber auch Problemen. Die Besichtigung des Stadtumbaus im Neubaugebiet Sachsendorf/Madlow lohnt sich, bevor man wieder im Branitzer Park einkehrt.

Abweichend vom vorgeschlagenen Streckenverlauf und den Tagesetappen kann die Tour an jedem beliebigen Punkt begonnen werden.